Kaiserwetter & Kaiserschmarrn
Eigentlich fehlte nur noch das Vereinszelt – ansonsten hätte die ALOHA Mitteldistanz am Mondsee auch als offizieller Vereinsausflug der Sportfreunde Zürich durchgehen können. Mit Dominique, Domenica, Theresa und Mathias standen gleich vier Athlet:innen aus den eigenen Reihen an der Startlinie. Während Dominique, Mathias und Theresa bereits wussten, worauf sie sich einliessen, feierte Domenica ihre Premiere auf der Mitteldistanz – und damit gleich ein Debüt vor Bilderbuchkulisse. Antonia, die krankheitsbedingt den Start leider absagen musste, sorgte währenddessen neben der Strecke für Stimmung und feuerte mit voller Energie an!
Die Unterkunft war genauso unkompliziert wie charmant organisiert – alle waren in den Ferienwohnungen von Theresa Familie und ihrem Elternhaus einquartiert. Kurze Wege, entspannte Atmosphäre und genügend Zeit, um gemeinsam gut zu essen, Material zu kontrollieren und die Wetter-App gefühlt im Fünf-Minuten-Takt zu aktualisieren.
Dabei meinte es Petrus ohnehin gut mit den Sportfreunden. Kaiserwetter über dem Salzkammergut – lediglich der Start wurde aus organisatorischen Gründen um 30 Minuten nach hinten verschoben. Statt Nervosität blieb also noch etwas mehr Zeit für das Neoprenanziehen oder den obligatorischen Gang zur mobilen Toilette.
Gestartet wurde im Massenstart in zwei Wellen. Das Schwimmen führte im glasklaren Mondsee über einen M-förmigen Kurs – mit dem Schafberg als eindrucksvolle Kulisse im Hintergrund. Kaum hätte die Landschaft schöner sein können, wäre da nicht die kleine Nebensache gewesen, möglichst schnell vorwärtszukommen.
Nach dem Wechsel wartete eine schnelle Radstrecke rund um Mondsee und Attersee. Sanfte Wellen, lange Passagen zum Rollenlassen und perfekte Bedingungen machten die Strecke zu einem echten Highlight. Besonders Dominique schien sich auf ihrem neuen Orbea Ordu pudelwohl zu fühlen und flog förmlich durch das Salzkammergut.
Zum Abschluss standen vier Laufrunden auf dem Programm. Die Strecke führte direkt am Seeufer entlang, durch die Promenade und mitten durch den Markt von Mondsee. Einzig die Streckenführung schien von jemandem entworfen worden zu sein, der Triathlet:innen wohl etwas ärgern wollte: Immer wieder ging es direkt an gut besetzten Cafés, Eisdielen und Restaurants vorbei. Während andere gemütlich beim Cappuccino sassen, hiess es für die Teilnehmenden: weiterlaufen, bitte!
Im Ziel wartete dann aber die verdiente Belohnung. Statt der üblichen Bananen und Salzstangen gab es – ganz österreichisch – Kaiserschmarrn. Spätestens da waren sich alle einig, dass sich die letzten Kilometer gelohnt hatten.
Auch sportlich durfte sich das Wochenende mehr als sehen lassen. Theresa sicherte sich den Gesamtsieg bei den Damen und krönte damit einen perfekten Wettkampftag. Dominique fuhr nicht nur ein bärenstarkes Rennen, sondern wurde dafür auch mit Rang zwei in ihrer Altersklasse belohnt – das neue Rad scheint also definitiv schnell zu sein. Mathias zeigte einmal mehr einen konstant starken Wettkampf und Domenica meisterte ihre erste Mitteldistanz mit Bravour. Ein Debüt, das Lust auf mehr macht.
So bleibt vom Wochenende vor allem eines in Erinnerung: grossartige Stimmung, perfektes Wetter, ein wunderschöner Wettkampf – und das Gefühl, dass Triathlon gemeinsam einfach noch mehr Spass macht. Oder anders gesagt: Kaiserwetter, Kaiserschmarrn und ziemlich viele glückliche Sportfreunde.
Text: Theresa Mörtl | Fotos: privat, Wapix




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