Kurz-Kurz, Kaffee und Küstenstrasse
- Theresa Mörtl

- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
Alle Jahre wieder – zumindest für einige. Der lange Weg im Car an die Costa Brava gehört für manche fast schon so fest zum Frühling wie das erste Eis nach der Winterpause. Ziel der Reise: Tossa de Mar, organisiert von Eitzinger Sport, wo Sonne, Meer und viele Höhenmeter auf uns warteten. Endlich wieder Rennveloferien in Kurz-Kurz!
Ein motiviertes Fünfergrüppchen machte sich auf den Weg, um aktive Ferien mit viel Spass und noch mehr Schweiss zu verbinden. Während Isabella, Theresa und Melanie bereits als Wiederholungstäterinnen galten und die Küstenstrassen rund um Tossa fast im Schlaf fahren konnten, betraten Mathias und Barbara Neuland – zumindest geografisch. Sportlich waren alle bereit.
Nach der langen Carfahrt startete die Woche am Samstagmorgen direkt mit einer klassischen Einrollrunde: Küstenstrasse, Panorama, Sonne – und natürlich ein erster Zwischenstopp mit Kaffee und Coki. Prioritäten müssen schliesslich richtig gesetzt werden. Danach ging es durchs Landesinnere und erstmals über den legendären Tossa-Pass zurück ins Hotel.
Willkommen im Trainingslager!
Der Tagesablauf pendelte sich schnell ein: Frühstücksbuffet plündern, Lunchpaket basteln, Rennvelo schnappen und die Gegend rund um Girona erkunden. Abends dann der wichtigste Programmpunkt: das Loch im Bauch am Buffet stopfen. Dabei mussten gelegentlich die Ellbogen ausgefahren werden – allerdings nicht auf dem Rennvelo, sondern gegen eine Gruppe tanzfreudiger französischer Seniorinnen und Senioren, die das Buffet mit erstaunlicher Konsequenz verteidigten. Während wir müden Sportler in bequemer Freizeitkleidung versuchten, halbwegs gerade zu stehen, erschienen die Franzosen geschniegelt und gestriegelt zum Abendessen: Lederschuhe, Hemden, Make-up, perfekt gestylte Outfits. Ein echtes Spektakel – fast wie eine Modenschau an der Costa Brava.
Jeden Abend fiel man müde, aber glücklich ins Bett – nur um am nächsten Morgen wieder freiwillig aufs Rennvelo zu steigen. Erholung gab es am sogenannten Ruhetag: ein Ausflug ins überraschend leere Hallenbad (ein Traum für jede und jeden Schwimmbegeisterten), eine Wanderung beziehungsweise ein kleiner Traillauf sowie ein Abstecher ins Städtchen für Glacé und Souvenirs. Aktive Erholung eben.
Ein besonderes Highlight war die Etappe der Katalonienrundfahrt durch Tossa de Mar. Plötzlich standen wir am Strassenrand und sahen, wie die Profis wortwörtlich an uns vorbeiflogen. Kurz dachte man: „So schnell könnten wir auch fahren.“ Kurz. Sehr kurz.
Und wie es bei Ferien so ist: Kaum hat man sich an Sonne, Meer und tägliche Höhenmeter gewöhnt, sitzt man wieder im Car Richtung Zürich. Die Küstenstrassen bleiben zurück, der Muskelkater fährt mit – und die Vorfreude auf das nächste Jahr wächst bereits.
Denn eines ist klar: Rennveloferien in Tossa de Mar machen süchtig.
Text: Theresa Mörtl | Fotos: privat









































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